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Kompetenz allein genügt nicht

Warum Cultural Fit über den Erfolg eurer Neueinstellungen entscheidet
11. Januar 2026 durch
Anne-Cathrin Becker

Warum perfekte Lebensläufe nicht automatisch perfekte Matches sind

Ihr kennt das vielleicht: Ein Lebenslauf wirkt wie aus dem Bilderbuch: Die Erfahrung passt, die Kompetenzen sind exzellent, die Gespräche laufen rund. Alles spricht für diese Kandidatin oder diesen Kandidaten.

Und doch: Nach wenigen Monaten kommt die Ernüchterung. Die neue Fachkraft verlässt das Unternehmen wieder oder bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Die Wahrheit? Gute Matches sind kein Zufall. Sie entstehen, wenn Kompetenz auf Kultur trifft – wenn beide Seiten instinktiv spüren: Das passt.

Gerade in der schnelllebigen IT-Welt, in der Wachstum entscheidend ist und der Markt nach qualifizierten Ingenieuren, Servicetechnikerinnen oder Cybersecurity-Experten ruft, reicht es längst nicht mehr, nur Hard Skills abzugleichen. Euer Recruiting muss tiefer gehen.


Was Kulturelles Matching wirklich bedeutet

Kulturelles Matching bzw. Cultural Fit ist weit mehr als Sympathie im Bewerbungsgespräch. Es beschreibt, wie gut die Werte, Überzeugungen und Arbeitsweisen einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zur Unternehmenskultur und zum bestehenden Team passen.

Für KMU und Scale-ups ist das kein Nice-to-have, sondern ein echter Erfolgsfaktor:

  • Fluktuation senken & Retention steigern: Ein Werte-Mismatch ist einer der häufigsten Kündigungsgründe. Wenn eure Mitarbeitenden kulturell andocken können, bleiben sie engagierter, loyaler und länger. Das schafft Stabilität – gerade in Wachstumsphasen.
  • Wachstum beschleunigen: Unbesetzte Stellen bremsen und Fehlbesetzungen kosten doppelt: Zeit, Geld und Energie. Ein gutes kulturelles Match verkürzt die Einarbeitung, erhöht die Qualität der Einstellungen und reduziert die Time-to-Hire.
  • Mitarbeiterzufriedenheit und eNPS verbessern: Menschen, die dieselbe Sprache sprechen und sich ergänzen, arbeiten effektiver zusammen. Das stärkt Vertrauen, Zusammenarbeit und die emotionale Bindung ans Unternehmen.

Bauchgefühl oder Strategie: So entstehen echte Matches

Vielleicht fragst du dich: Wie finde ich diesen Sweet Spot zwischen Kompetenz und Kultur?

Ja – ein gutes Gespür spielt eine Rolle. Aber entscheidend sind Struktur, Klarheit und Erfahrung.

1. Die eigene Kultur schärfen (Employer Branding)

Du kannst nur das matchen, was klar benannt ist.

  • Werte definieren: Was treibt euch an? Wie trefft ihr Entscheidungen? Was ist bei euch nicht verhandelbar?
  • Authentisch bleiben: Diese Werte müssen im Alltag und im Employer Branding sichtbar sein und nicht nur auf der Karriereseite stehen.

2. Recruitingprozesse, die wirklich zuhören

Recruiting bedeutet mehr, als nur Lebensläufe abzugleichen. Es bedeutet, zu verstehen, was Menschen motiviert und wie sie arbeiten.

  • Strukturierte Interviews: Nutzt verhaltensorientierte Fragen, die eure Werte widerspiegeln. Lasst Bewerberinnen und Bewerber von konkreten Situationen erzählen, z.B. zu Teamarbeit, Fehlerkultur oder Entscheidungsfindung.
  • Einbindung des Teams: Wenn zukünftige Kolleginnen und Kollegen Teil des Prozesses sind, entsteht früh ein realistisches Bild auf beiden Seiten.

3. Flexibilität als Erfolgsfaktor

Gerade wenn ihr keine eigene HR habt oder diese stark ausgelastet ist, kann externe Unterstützung entscheidend sein.

Mein Ansatz bei people.done.right ist flexibel, skalierbar und praxisnah. Ich bringe Branchenverständnis mit, denke Recruiting strategisch und setze es operativ um. Ohne starre Prozesse, dafür mit spürbarer Entlastung.

Die besten Matches entstehen unter der Oberfläche

Die besten Einstellungen passieren dann, wenn wir tiefer blicken. Wenn wir erkennen, wer dieselbe Sprache spricht, wer sich ergänzt und wer gemeinsam wirklich etwas bewegen will.

Woran merkt ihr, dass jemand fachlich und menschlich passt? Teilt eure Erfahrungen gern in den Kommentaren.

Ihr möchtet euer Recruiting effizienter, klarer und skalierbarer aufstellen? Dann lasst uns sprechen und gemeinsam die Talente finden, die euer Wachstum wirklich tragen.